Zwei Werkrealschulen für die Neckarstadt und ein Werkrealschulzweig in der IGMH

Veröffentlicht am 09.08.2010 in Pressemitteilungen

Reinhold Götz

Stadtrat Reinhold Götz zeigt sich zufrieden mit dem Bildungsangebot vor Ort

Zum Schuljahr 2010/11 werden die Humboldt- und die Uhland-Hauptschule in Werkrealschulen umgewandelt, dasselbe gilt für den Hauptschulzweig der IGMH. Damit verfügt die Neckarstadt dann über zwei neue Werkrealschulen, die einen mittleren Bildungsabschluss anbieten. Einen solchen Abschluss können die Schülerinnen und Schüler auch an der IGMH erwerben. Hildaschule und Wohlgelegenschule dagegen werden nach einer Übergangszeit aus der Schullandschaft der Neckarstadt verschwinden. Dies hat der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause beschlossen. Beide sind zu klein, um als eigenständige Werkrealschulen bestehen zu können. Das Land hat vorgeschrieben: eine Werkrealschule muss mindestens zweizügig sein, also zwei Klassen pro Jahrgang umfassen. Darüber hinaus steht die Stadt vor der Aufgabe, angesichts weiter sinkender Schülerzahlen Hauptschulstandorte aufgeben zu müssen.

„Daran führt kein Weg vorbei“, so Stadtrat Reinhold Götz. Der Neckarstädter Stadtrat sieht die Entwicklung mit einem lachenden und einem weinendem Auge. „Auf der einen Seite ist es schade für Einrichtungen wie Hildaschule oder Wohlgelegenschule, die trotz sehr guter Arbeit ihre Eigenständigkeit verlieren und in einigen Jahren dann ganz geschlossen werden“, drückt er sein Bedauern aus. Auf der anderen Seite eröffnen sich aber auch neue Möglichkeiten. Götz verweist darauf, dass sich durch die Weiternutzung der Schulgebäude schon seit längerem bestehende Raumprobleme an Neckarstädter Schulen lösen ließen. So ist das renovierte Gebäude der Hildaschule idealer Standort für die Humboldt-Realschule, die ihr bisheriges Domizil in der Humboldtstraße verlassen könnte. Die neue Humboldt-Werkrealschule und die Grundschule wiederum bekämen dadurch den Platz, den sie als künftige Ganztagsschule brauchen. Auch die Räume der Wohlgelegenschule, die mit der Uhlandschule fusionieren soll, stehen nicht etwa leer, auf sie wartet schon das Ludwig-Frank-Gymnasium.

Dennoch ist dem SPD-Stadtrat die Entscheidung nicht leicht gefallen. „Aber nach Abwägung aller Faktoren habe ich ebenso wie die Mehrheit im Gemeinderat keine andere Möglichkeit gesehen, als die Zahl der Hauptschulen zu verringern und die Werkrealschule einzuführen.“ Das ändert nichts daran, dass der Stadtrat andere Schulformen anstrebt, die z.B. längeres gemeinsames Lernen ermöglichen und mehr Chancengerechtigkeit schaffen, wie es in der IGMH möglich ist. Dies immerhin hat die Neckarstadt anderen Mannheimer Stadtteilen voraus.

 

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